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Für Studenten

Im ersten Schritt steht der Versuch, im Vordergrund über die Dualität von richtig und falsch hinauszugehen und zu der oftmals schwierigen Erkenntnis der Selbstverantwortung zu kommen. Unbedingt vermeiden: Ständiger Leistung und Versagensdruck auf Seite der Studierenden, die in den  Unterricht kommen, um dort zu erfahren, was an dem, wie sie es machten, schlecht, bzw. falsch sei, während der Studierende versuchte, es richtig zu machen.

 

In der ersten Phase des Unterrichts soll, natürlich immer in Abhängigkeit vom Persönlichkeitsprofil des Studierenden, ein Wertesystem erarbeitet werden. Die / Der  Studierende muß wissen, was von ihr / ihm erwartet wird und in welche Richtung sie / er arbeiten soll. Auch in dieser Phase ist in jeder Hinsicht die Förderung der Entwicklung der eigenständigen Persönlichkeit in den Vordergrund zu stellen.

Unbedingt ist das Gefühl zu vermitteln, dass der Unterricht konzeptionell auf die einzigartige Persönlichkeit zugeschnitten ist. Die Auswahl des Repertoires, die Art der Hilfestellung, alle Kriterien inklusive der Entwicklung einer Konstruktion für die Arbeit zu Hause sollte in Abstimmung auf den / die Studierenden erfolgen.

Für die Auswahl des Repertoires kann man mehrere Vorschläge machen: z.B.: Suchen Sie sich / such Dir eine Beethoven Sonate aus und zwar entweder op.x oder op.y oder op.z

Das zwingt die / den Studierenden dazu, sich erstens mit drei Sonaten zu beschäftigen und nicht nur mit einer und effektiv eine Auswahl zu treffen, was sie/ er gerne will. Oft treffen wir Studierende an, die alles richtig machen wollen, die fleißig sein wollen, die vieles wollen, aber große Schwierigkeiten haben selber zu entscheiden, ob sie lieber ... oder  … oder … wollen.

Das kann bei Interpretationen sein oder bei der Auswahl des Repertoires.

Und ebenso kann man bei bestimmten Stellen Interpretationsvorschläge machen in Richtung : Entweder hier crescendo und dann Echo, oder …

Auf jeden Fall muß dieses Element der freien Entwicklung ständig gefördert werden, um immer mehr Bereiche allein und selbstständig entwickeln zu können.

Außerdem ist es nicht zu akzeptieren, dass Studierende ohne eigenes Konzept kommen. Das passiert öfter, als es einem recht ist, aber auch hier ist die Frage „Wie ist ihre dynamische Konzeption / Agogik / Phrasierung / Artikulation / Klangfarbe …" hilfreich, um eine Beschäftigung und Auseinandersetzung zu fördern.

 

Auf Seite des Lehrenden ist eine gewisse Ordnung und Konstruktion vorteilhaft. So wie auf der einen Seite Vorschläge der Studierenden wichtig sind, so ist auf der anderen Seite ein umfangreiches Repertoire aus allen verschiedenen wichtigen Personalstilen notwendig. Immer ist auf das kunstvolle Ausbalanzieren zwischen führen und gehen lassen zu achten.

 

Im letzten Teil des Studiums und bei der Prüfungsvorbereitung sollte alles Gelernte umgesetzt werden. Daher sollte folgerichtig der Studierende eigene Interpretationen und einen eigenen Stil entwickelt haben. In künstlerischen Belangen ist nun das Gehen lassen wichtiger, auch wenn es in Hinsicht auf die mögliche Kritik von Lehrerkollegen bei den Prüfungen manchmal schwer fällt. Im Organisatorischen ist das Führen hier wichtiger. Die Erfahrung des Lehrenden sollte der / dem Studierenden das wichtige Zeit / und Repertoiremanagement erleichtern. Hier erfolgt das Erlernen von terminoptimiertem  Arbeiten und psychologische Bewältigungsmechanismen ( Auftrittsangst, Prüfungsangst ).

 

Der Geist des Lehrer –  Schüler – Verhältnisses ist bestimmt von dem eines Trainers, der dabei hilft, die selbstgesteckten Ziele zu erreichen und wenn möglich noch zu übertreffen und nicht von dem des Aufsehers. Die Arbeitstechnik heißt : positive Verstärkung. Dem was funktioniert, was besser geworden ist, ist mindestens  so viel Aufmerksamkeit zuzuordnen, wie dem, was noch zu verbessern ist. Fehler, die der / dem Studierenden voll und ganz bewusst sind, und die auch allein verbessert werden können , sind einer Erwähnung nicht wert.