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Zweifelsohne gehören die
Klavierkonzerte von Mozart zu den schönsten und bedeutendsten Werken der
Klavierliteratur. Auch im Klavierschaffen von Mozart ragen sie weit heraus
in ihrer Komplexität und Vollendung.
"Im Klavierkonzert hat Mozart sozusagen das letzte Wort in der Verschmelzung
des Konzertanten und des Symphonischen gesagt, eine Verschmelzung zu einer
höheren Einheit, über die kein Fortschritt möglich war, weil das Vollkommene
eben schon vollkommen ist." Alfred Einstein
Tatsächlich ist der Typ der
Klavierkonzertes bei Mozart sozusagen eine Neuschaffung, die weniger als
Entwicklung aus bereits Tradiertem gesehen werden kann. Es ist nicht ganz
klar, ob Mozart z.B. die Klavierkonzerte von C.P.E. Bach oder von J.S. Bach
kannte, wenn, dann hatten sie keinen übergroßen Einfluss auf sein Schaffen.
Der Solist wird nicht begleitet vom Orchester, es dient nicht der Erhöhung
des Solisten, sondern ist gleichberechtigter Partner. Das macht auch die
Größe dieser Werke aus.
Außerdem ist es bei den Konzerten ganz klar, dass sie fürs Publikum, fürs
Konzert geschrieben wurde. Während bei der Kammermusik oder bei einer
Klaviersonate nicht unbedingt als Ziel ein Konzert stehen musste, waren
diese Werke für den Konzertsaal, für die Öffentlichkeit bestimmt, wenn auch
Öffentlichkeit damals etwas anderes war, als wir heute darunter verstehe, da
ja die Kunst noch sehr beim Adel angesiedelt war.
Ein Problem bei der Aufführung der
Klavierkonzerte stellen die Kadenzen dar. Es gibt einige wenige Kadenzen,
die von Mozart erhalten sind, bzw. Kadenzen, die er in ihrer
Rohfassung aufgezeichnet hat. Allerdings müssen wir uns auch bei
diesen im klaren sein, dass diese Kadenzen für seine Schüler
geschrieben wurden und wir wissen auch, dass Mozart selbst diese Kadenzen
wesentlich reicher gestaltete. Auch dort, wo es Kadenzen von Mozart gibt,
spricht also nichts dagegen, diese gegebenenfalls etwas reicher anzulegen.
Man muss allerdings aufpassen, denn gerade aus den von Mozart
niedergeschriebenen Kadenzen wissen wir, dass es auch in der Kadenz weniger
um die Darstellung von technischer Finesse ging, sondern viel mehr um die
musikalische Tiefe. Für jeden Interpreten ist es unerlässlich, sich die
Kadenzen der Konzerte, die von Mozart aufgezeichnet wurden sehr genau
anzusehen und den Stil und die Machart zu studieren. Natürlich sind diese
Kadenzen für uns die wichtigste Quelle, um ihre Konzeption zu studieren.
Neben diesen gibt es noch Kadenzen von Beethoven, die einen interessanten
Kontrast bilden und auch durchaus empfehlenswert sind. Vom Gefühl, Stil und
Empfinden kann auch noch Johann Nepumuk Hummel genannt werden, der einige
Kadenzen verfasst hat, die dem Geist Mozart noch entsprechen. Andere
Kadenzen fremder Autoren sind dann eigentlich weniger zu empfehlen. Es
bleibt uns keinesfalls erspart, selbst Kadenzen zu entwerfen. Wir müssen in
jedem Fall versuchen, die Hemmschwelle davor abzubauen zum einen und zum
anderen möglicht viel vom originalen Material verwenden und außerdem, wie in
den Kadenzen Mozarts versuchen, die musikalische Tiefe und nicht technisches
Kolorit zu generieren.
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Die meisten Klavierkonzerte Mozarts
haben folgende Form:
1.Satz
Zuerst Orchesterexposition (Orchesterritornell)
abgeschlossen in der Haupttonart
Solo-Exposition meist mit zumindest zwei Themen
kurzes Orchesterritornell
Durchführung
Reprise, in der die Themen in der Haupttonart erklingen
Orchesterritornell - mit eingebauter Kadenz
Schlussritornell im Orchester
2.Satz
Hier gibt es eine große Vielfalt an
Formen
hier finden wir Sonatenhauptsatzform, große dreiteilige Formen, Rondo und
auch Variationen
die Tonartverwandschaften: Dominante, Subdominate, Terzbeziehung
3.Satz
Meist große und flüssige Rondoformen
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