Debussy
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Debussy

 

Geb. 22.August 1862 in Saint.Germain-en-Laye. Die Eltern betrieben einen Steingutladen und erkannten das Genie des Knaben nicht, interessierten sich auch nicht sehr dafür. Wahrscheinlich hatte Debussy auch später keinen Kontakt mehr mit seiner Familie.

Erste glückliche Momente hatte Debussy in Cannes – Das Meer – hinterließ einen sehr nachhaltigen und positiven Eindruck.  

Über seine erste Klavierlehrerin, Madame de Fleurville : „Ihr verdanke ich das bisschen Klavierspielen, das ich kann“. Sie hat ihn eingeführt in das Geheimnis des zarten Legatos, des feinen Anschlags und damit in die Technik und Klangwelt Chopins, die Technik, die ihn später beim Komponieren der Preludes beeinflusst hatte. Im Schulbetrieb war Debussy eigensinnig, wenig anpassungsfähig, sehr kritisch und damit auch wenig beliebt. 

Zuerst schlug Debussy die Laufbahn des Virtuosen ein, spielte mit dem Gedanken Pianist zu werden. ( Strawinsky : Mein Gott, wie schön spielt dieser Mann Klavier )  Doch starke Auftrittsangst quälten ihn und führten mit zur Entscheidung, sich mehr auf das Komponieren zu verlegen.  

1880 , Debussy versuchte nach  Möglichkeit das Geldverdienen durch Klavierstunden zu vermeiden, reiste er für einen ausgedehnten Sommeraufenthalt zur Familie Meck. Frau Meck war sehr reich und eine Kunstmäzenin, außerdem bekannt dadurch, dass sie Tschaikowsky sehr unterstützte und ihm das Komponieren in existentieller Freiheit ermöglichte. Sie führte mit ihm einen sehr intensiven Briefverkehr, in dem Debussy auch immer erwähnt ist. Im Hause Meck spielte Debussy Kammermusik, begleitete Frau Meck, spielte ihr vor usw.

In dieser Zeit schrieb Debussy das Trio G-Dur für Violine, Cello und Klavier. Sonderbarerweise widmete er das Werk nicht der Familie Meck, sondern seinem verhassten Harmonielehrer Emile Durand.  Auch entflammte er hier das erste Mal und wollte die Tochter von Frau Meck Sofie heiraten, aber das ging dann doch zu weit und er musste abreisen.  

Nach dem akademischen Kompositionslehrer Duarand lernte Debussy bei Ernst Guiraud. Debussy liebte die Art, seinen Studenten die Freiheit zu lassen. Guiraud ging mit scheinen Schülern aus, spielte Billard mit ihnen, rauchte mit ihnen in den Pariser Salons und diskutierte mit ihnen über Musik. Guiraud erkannte die einzigartige Begabung Debussys und ermunterte ihn nur in seiner Weise weiterzumachen, mischte sich aber nicht ein. 

Debussy zu seinen Mitschülern : „ Staunende Masse! Seid ihr nicht imstande, Akkorde zu hören ohne nach ihrem Paß und ihren besonderen Kennzeichen zu fragen? Woher kommen sie? Wohin gehen sie? Muß man das unbedingt wissen? Hört sie an! Das genügt! Wenn ihr sie nicht kapiert, lauft zum Direktor, und erzählt ihm, dass ich euch die Ohren verderbe“ 

Später kam Debussy zu Cesar Franck, wo er es aber nur kurz aushielt. Franck war in den älteren Kompositionstechniken zu Hause und wollte Debussy immer zum Modulieren veranlassen. Debussy: „Warum soll ich modulieren, wenn es mir hier gerade so gut gefällt?!“ Franck wurde von Debussy öfter bösartige als „Modulationsmaschine“ bezeichnet. 

Die nächsten drei Jahre in Rom ( er war Rom-Preisträger , was bedeutete, dass er auf Staatskosten drei Jahre lang mehr  oder minder im Palais Medici eingesperrt komponieren durfte/musste ) waren sehr unglücklich, geprägt von dem Verlangen frei zu leben und von vielen Affären mit Frauen. Die Brücken zum Conservatoire hatte er abgebrochen, wollte mit dem akademischen Betrieb nichts mehr zu tun haben, ja nicht einmal mehr als Musiker gelten. Bei einer Hochzeit schrieb er als Trauzeuge in der Rubrik Beruf: Gärtner. Er zog es vor in literarischen Kreisen zu verkehren.  

In einem bezeugten Gespräch mit seinem alten Lehrer Guiraud :

Ich fühle mich nicht versucht, das nachzuahmen, was ich an Wagner bewundere. Ich habe andere Vorstellungen von der dramatischen Form. Die Musik beginnt, wo das Wort unfähig ist, auszudrücken. Musik wird für das unaussprechliche geschrieben, ich möchte sie wirken lassen, als ob sie aus dem Schatten herausträte und dann wieder hinter ihm verschwindet., ich möchte sie immer diskret auftreten lassen. 

Bei einem weiteren bezeugten Gespräch mit Guiraud wird wieder über das ewige Problem der Lehre und der Freiheit gesprochen:Es gibt keine Theorie. Das Hören genügt. Das Vergnügen ist das Gesetz. Musik kann man nicht erlernen.Dazu aber relativierend :Ich gebe die Fuge nur auf, weil ich sie beherrsche! 

Die Weltausstellung 1889 brachte Debussy in Kontakt mit Musik, die nicht nach den akademischen Regeln der europäischen Musik gestrickt war. Neben Konzerten mit russischen Musikern und Komponisten unter der Leitung von Rimsky-Korsakow beeindruckte ihn die altüberlieferte Musik des fernen Ostens, besonders die javanische und die annamitische.

In dieser Zeit entstehen Petite Suite für Klavier zu vier Händen und

Suite Bergamasque. 

In der darauffolgenden Zeit widmet sich Debussy hauptsächlich Oper und Orchesterwerken. 1905 und 1907 entstehen für Klavier Image. 

1908 und 1913 entstehen die Preludes, die neben den Etüden wohl zu den bekanntesten Klavierkompositionen zählen. Um zu vermeiden, dass der Hörer durch die Titel der Stücke beeinflusst wird, verlangte Debussy die Titel der Stücke ans Ende zu schreiben. 

Durch viele Schicksalsschläge gebeugt und durch komplizierte Liebesgeschichten zerrüttet wurde aus dem weltoffenen Debussy gegen Ende seines Lebens ein psychisch instabiler Mensch, sein Nationalismus wurde durch den Krieg in Frankreich unselig geschürt.

Brief 18.August 1914 an Durand : Seit man Paris von all diesen lästigen Ausländern gesäubert hat, sei es durch Erschießen, sei es durch Ausweisung, ist es augenblicklich ein reizvoller Ort geworden.

Voll im Nationalismus gefangen besinnt er sich im Stil zurück auf Rameau, obwohl er das vorher durchaus verurteilt hatte, unterschreibt seine Partituren mit Claude Debussy, französischer Musiker. 

1914 entsteht auch die schöne Suite für 2 Klaviere En blanc et noir. Das Werk ist stilistisch möglicherweise durch Chopin beeinflusst, da Debussy zu dieser Zeit für den Verlag Durand eine Revision der Werke Chopins vornahm. 

1915 wurde die Sammlung Douze Etudes komponiert, ganz in der Tradition Liszts und Chopins, jede Etüde unter ein bestimmtes technisches Motto zu stellen.

 

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