Beurteilung

Die gerechte Beurteilung einer künstlerischen Leistung ist nahezu unmöglich bis unmöglich. Die Beurteilung hängt zwingenderweise sehr stark vom Geschmack und von der Ausbildung des Beurteilenden ab, kann also nie wirklich objektiv sein.
Nächstes Problemfeld: Der "Trainer" oder Lehrer ist zugleich auch Richter und lebt im Spannungsfeld zwischen dem Versuch einer gerechten Beurteilung und der Vermeidung von demotivierenden Einflüssen (schlechten Noten).
 

Trotzdem gehört es dazu und die Studierenden haben ein Recht darauf, die Beurteilungskriterien zu erfahren und diese Seite soll helfen, über diese Kriterien zu informieren und sie verständlich zu machen.

Allgemein: Ich verwende alle 5 Noten von "sehr gut" bis "nicht genügend". (Nicht immer gleichmäßig, aber in meinen Beurteilungslisten kommen häufig alle 5 Noten vor). Alle Noten bedeuten das, was sie aussagen:
So ist "sehr gut" wirklich eine weit über den Durchschnitt hinausgehende Leistung.
"gut" ist eine gute Leistung, deutlich über dem Durchschnitt.
"Befriedigend" ist ok. Durchschnittliche Leistung
"Genügend" ist nicht ok, Vorwarnstufe, aber noch positiv
"Nicht genügend" ist das, was es bedeutet.

Im Studienrecht endet das Studium nach zwei aufeinander folgend negativen Beurteilungen. (in der Studieneingangsphase nach einer negativen Beurteilung). Das heißt, zweimal hintereinander 5 (im zentralen künstlerischen Fach) beendet das Studium.
Der/die Studierende hat allerdings die Möglichkeit, eine kommissionelle Prüfung zu beantragen. Dazu ist in jedem Fall zu raten, denn schlechter kann es nicht mehr werden und die Chancen auf eine erfolgreiche Prüfung stehen aus der Erfahrung nicht schlecht.

Die Beurteilungskriterien sind nicht standardisiert, das heißt, dass jeder Lehrer (jeder LEITER einer künstlerischen Lehrveranstaltung) das Recht und die Pflicht hat, Methode und Kriterien der Prüfung zu entwickeln.

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Für Studenten

Für mich ist es sehr wichtig, dass die Note eine Information darstellt. Die Note bei mir drückt weniger mein Empfinden über das Bemühen (Fleiß) der/des Studierenden aus, sondern ist vielmehr eine "Hochrechnung". Das bedeutet:
Wenn du/sie lieber Studiernder/e so weiterkommst im Fach Klavier, dann wirst du bei der Diplomprüfung auch diese Note bekommen. Es ist eine Art Hochrechnung auf das Studienziel und daher sehr maßgeblich vom Studienziel und von den bei Diplomprüfungen durchschnittlich gebotenen Leistungen abhängig.

Beurteilungskriterien sind im wesentlichen Quantität und Qualität der erarbeiteten Stücken. Je mehr Literatur und je besser der Endzustand der erarbeiteten Stücke, desto besser die Note.
Wichtiger Hinweis!: Um den Stress aus den Klassenabenden zu nehmen: Ich beurteile NICHT die Qualität der Klassenabende.
Der Mix der Leistungen, die am Ende der Arbeit an Literatur steht, wird beurteilt, nicht die öffentlichen Konzerte, also keine zusätzliche Angst!

Konzertfach

Konzertfach und IGP sind prozessorientierte Beurteilungen. Im Vordergrund steht die Entwicklung über alle Semester des Studiums. Kammermusik ist eine projektorientierte Beurteilung.

Ziel im Konzertfach sind möglichst hochwertige künstlerische Leistungen am Klavier, selbständige Interpretationen in den verschiedenen Personalstilen der Komponisten.

 

IGP

Ziel in IGP sind möglichst hochwertige künstlerische Leistungen am Klavier, selbständige Interpretationen in den verschiedenen Personalstilen, allerdings dem Fächerumfang angepasst, eventuell auf niedrigerem technischem Niveau. Auch der Schwierigkeitsgrad der Literatur wird im Schnitt unter dem von Konzertfach liegen. Dafür muss aber die intellektuelle Durchdringung wesentlich höher sein. Der/die Studierende muss die Literatur nicht nur gut ausführen können, sondern auch über alle wesentlichen stilistischen, analytischen und methodischen Aspekte Bescheid wissen.

Kammermusik

ist projektorientiert. Hier steht die möglichst praxisnahe Erarbeitung eines kammermusikalischen Werkes im Vordergrund. Ziel und Beurteilungsgrundlage ist hier das öffentliche Konzert.
Wenn kein Konzert stattfinden kann, wird die LV "ohne Erfolg"  beurteilt.
Auch wenn ich aus künstlerischen Gründen von der Teilnahme an dem Konzert abraten muss, wird "ohne Erfolg" beurteilt.
Ich stehe jederzeit für Proben zur Verfügung, für Zeitmanagement und Probenplanung sind die Studierenden allerdings selbst verantwortlich.