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Leben ein
kurzer Überblick
Bach wurde am 21.März 1685 in Eisenach geboren. Er wird in
eine Familie hineingeboren, die viele Berufsmusiker hervorgebracht hat und
die sich auch musikalisch in Thüringen bis zum Jahre 1520 zurückverfolgen
lässt.
Ab 1700 war er für 3 Jahre Chorknabe in Lüneburg. Diese Zeit war für ihn
sicher musikalisch prägend. Er hatte die Gelegenheit, viele berühmte Musiker
zu hören und kennen zu lernen, unter anderen Buxtehude, der auch sein
kontrapunktisches Schaffen beeinflusste.
Dann beginnen die Erwerbs und Wanderjahre. Bach hatte immer eine große
Familie zu ernähren (er hatte immerhin insgesamt 20 Kinder, von denen
allerdings viele in frühesten Kindheitstagen gestorben sind.)
Bald festigte er seinen Ruf als virtuoser Organist und Improvisator, später
auch als Orgelgutachter.
Seine weiteren Stationen führten ihn nach Weimar, wo er vornehmlich als
Organist tätig war. Hier schon wurde er eingesperrt, da das der einzige Weg
schien, ihn in Weimar zu halten. Bach war immer sehr selbstbewusst und
versuchte stets, Stellung und Gehalt zu verbessern, war meist mit den
Arbeitsbedingungen unzufrieden, was zur Folge hatte, dass er oft den
Arbeitsplatz und Wohnort wechselte. Besonders verhasst waren ihm
Nebentätigkeiten, wie zum Beispiel das Betreuen eines Schulchores oder
ähnliches.
1717 wurde er Kapellmeister in Köthen. Sehr fruchtbare und
für Bach wichtige Zeit. Während eines Aufenthaltes starb seine erste Frau.
Er heiratet dann 1721 seine zweite Frau Anna Magdalena, die in dem
Nötenbüchlein für... verewigt ist. In diese Zeit fällt auch die Vollendung
des Wohltemperierten Klaviers Band 1. Auch die Inventionen und
Symphonien ( 2- und 3 stimmige Inventionen) wurden zu dieser Zeit
geschaffen.
1723 zog er weiter nach Leipzig und war dort Kantor.
Demgemäß entstanden in dieser zahlreiche Kantaten und geistliche Werke. Für
Klavier der 2.Band des Wohltemperierten Klaviers und die
Goldbergvariationen. Die ständigen Auseinadersetzungen mit seinen
Dienstgebern entnervten Bach zunehmend und er zog sich mehr und mehr aus dem
öffentlichen Leben zurück. In dieser Zeit der Zurückgezogenheit widmete er
sich seinen Spätwerken - Die Kunst der Fuge - und- das musikalische Opfer.
Am 18.Juli 1750 stirbt er fast erblindet in Leipzig.
Bach war selbstbewusst und überzeugt von seiner Kunst und
daher in ständigem Konflikt mit seinen Auftraggebern und Dienstgebern. Seine
Musik schien vielen zuerst als zu kompliziert und später dann, als schon der
klassische Einfluss zu spüren war, als altmodisch. In der Klassik bis hin
zur frühen Romantik wurde sein Schaffen nahezu gänzlich vergessen, bzw.
schien vielen als unbedeutend. Es ist das große Verdienst Mendelssohns, die
Bachschen Werke "wieder entdeckt" zu haben. Diese Renaissance des Bachwerks
war aber dahingehend problematisch, als die romantischen Künstler die
barocke Aufführungspraxis wenig achteten. Erst in der zweiten Hälfte des
20.Jahrhunderts begannen exakte wissenschaftliche Forschungen bezüglich der
Aufführungspraxis. Aus diesen verschiedenen Blickwinkeln unter denen das
Bachwerk gesehen wurde, folgte eine Unsicherheit, die bis heute anhält. Vor
allem in der Klavierpädagogik wurde das lobenswerte Bemühen nach
authentischer Interpretation in zahlreichen Verboten artikuliert. (Bei Bach
darfst Du kein Pedal nehmen und nicht...). Es entstand als Pendelbewegung in
die andere Richtung eine sehr dogmatische Sichtweise auf die
Aufführungspraxis der bachschen Werke.
Tatsache ist: wir wissen bis heute viele Details nicht und Tatsache ist
auch, dass die Improvisation, die Freiheit und Lebendigkeit Bach besonders
große Anliegen waren. So stehen wir am Beginn des 21.Jahrhunderts an dem,
wie ich denke guten Punkt, dass wir uns auf der einen Seite stetig um Wissen
und Aufführungspraxis bemühen, auf der anderen Seite aber die Lebendigkeit
und geniale Schönheit der Musik durch freie, mutige und individuelle
Interpretationen feiern.
Charakter -Wesen
Es ist
schwer, sein Wesen, seinen Charakter zu fassen, denn ergibt wenig preis,
spricht wenig über seine Bedürfnisse, seine Individualität. Er war sicher
"Diener" der Musik in seiner wertvollsten Bedeutung, obgleich in diesem
Zusammenhang auch erwähnt sein soll, dass es sich in dieser Zeit schickte,
dem Zweck der Musik zu dienen. Insbesondere bei religiösen Werken galt jedes
Hervortreten des Künstlers als unschicklich, da es ja nur darum gehen
sollte, Gott zu dienen.
Er war sich seiner Kunst sehr wohl bewusst und wusste seinen Teil zu
verlangen. Man könnte ihn daher durchaus als selbstsicher und selbstbewusst
beschreiben. Vor allem kämpfte er aber Zeit seines Lebens um
Arbeitsbedingungen, die es ihm erlaubten, seinen wahren Interessen, nämlich
dem Komponieren nachzukommen.
So wenig wir wissen, sicher war es sein Bestreben die Vollkommenheit in der
Musik zu erreichen und keiner ist diesem Vorhaben näher gekommen als Bach...
Zahlenmystik
Wir haben zwar leider keine Überlieferungen, wie Bach genau
Zahlenmystik einsetzte und vor allem in welchem Umfang, aber wir wissen ganz
sicher, dass die Zahlenmystik in der Konstruktion der Musik von Bach eine
Rolle spielte. Da aber die Zahlenmystik eine Geheimwissenschaft war, haben
wir leider den Zugang zu der Zahlenmystik, die Bach verwendet hat verloren.
Allgemeine Übersicht über Zahlen und deren mögliche
Bedeutung:
1 = der Eine = Gott, Einheit, Geist
2 = Dualität, Partnerschaft
3 = Gotteszahl, Dreieinigkeit Gottes, Symbol vor Vollkommenheit
4 = Zahl Christi ( 4 Evangelien), 4 Himmelsrichtungen, 4 Elemente
5 = die Seele, Quintessenz- das darüber Hinausgehende - Transzendenz
6 = wen, wundert es die Teufelszahl, (2 mal 3- Dualität zu Gott), aber auch
Zahl der Vollendung und Zusammenfassung
7 = Symbol für eine lange Zeit (die 7 mageren Jahre, 7 fetten Jahre)
aber auch mystische Zahl, Schlüssel für wahres Wissen (Buch mit 7 Siegeln, 7
letzten Worte Jesu am Kreuz)
8 = die Zahl des Gleichgewichts
10 = Gesetz, die zehn Gebote
12= die Zahl der Gemeinschaft, des Ganzen (12Apostel, 12 Monate im Jahr)
13= die Zahl Judas (Zahl der Personen beim Abendmahl) , Unglückszahl
28 = 4 Wochen, ein Mondumlauf
40 = lange Zeit, 40 Tage Fasten, Moses war mit seinem Volk 40 Jahre in der
Wüste, er war 40 Tage am Berg Sinai
Bei Bach auch wichtig :der Bezug zum Alphabet
A = 1
BACH = 2 + 1 + 3 + 8 = 14
In seinem Choralvorspiel "Wenn
wir in
höchsten Nöten sein", das er schreibt, als er
schon weiß, dass er stirbt, hat der cantus firmus mit dem Text "Ich trete
vor Dich in höchster Not" genau 14 Noten! D.h. Ich bin es, Bach, der vor
Gott tritt. (Dr. Ernest Hötzl)
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