Startseite
über das www
über Musik
über Marketing dahinter
über Kammermusik
über Klavierspielen
über Wettbewerbe
Lebenslauf
Trio Triton
Downloads  Links
Kontakt
In den zahlreichen Sinnkrisen, die man als Künstler so hinter sich bringt, fragt man sich oft selbst : "Wozu eigentlich ?  Für wen eigentlich ? "
Man hat in diesem Beruf manchmal das Gefühl, dass das Überangebot so groß ist, dass man schon so laut schreien muss, um beachtet zu werden, dass sich diese Sinnfrage immer wieder stellt.
Außerdem entsteht durch das bestehende Überangebot an Musik und Künstlern für die Schaffenden, die um ihr Publikum ringen, gerne der Eindruck, dass das Interesse an der Kunst, die man beherrscht, nicht so groß ist, wie man gerne hätte.

 

Für mich kam dann der Glücksfall, in Teheran musizieren zu dürfen. Wir hatten dort mit dem
Trio Triton Konzerte für ein Publikum, das seit vielen Jahren keine Musik mehr hören durfte /
hören konnte. Nach kurzer Zeit war im Konzertsaal eine unglaubliche Stimmung, unglaubliche Anspannung, nach den Stücken Tränen der Rührung und des Glücks - da wurde mir bewusst , wie wichtig Musik ist und was es für ein wunderbares Geschenk ist, das erleben zu dürfen. Vor allem als Musiker.

 

Schwingungen sind die Grundform jeder Kommunikation und Ausdrucksform. Diese Schwingungen in einer hohen Kunstform - der Musik zu einer speziellen Kommunikation  beherrschen zu lernen, ist ein Ziel, das Sinn macht. Es gibt kaum ein intensiveres Gefühl, als im Konzert zu spielen und zu spüren wie "das Publikum mitgeht", wie es in Resonanz kommt. Als Künstler kann man diese Resonanz wieder als Energie aufnehmen und die Intensität dadurch weiter steigern.

 

In einer Gesellschaft, die , so empfinden es zumindest viele, merkantiler und sozial kälter geworden ist, macht es Sinn, Musik zu machen, auch wenn es nicht ganz einfach ist, davon zu leben. Immer wieder aufs Neue versuchen, neue Aspekte zu finden, die Komposition besser zu verstehen, die Qualität wieder versuchen zu steigern,  neue Literatur zu erschließen, hat Sinn -
trotzdem: Die nächste Sinnkrise kommt bestimmt...